Ende 2017-2018 im Rahmen des Abkommens über internationale Zusammenarbeit im Bereich der sozialen Arbeit zwischen der Staatlichen Landesuniversität Moskau und der Emden-Leer-Hochschule fand eine Arbeitsreise von Dozenten der Staatlichen Landesuniversität Moskau nach Deutschland statt. Der Akademische Austausch zwischen Studenten und Vertretern der professorisch-Lehrenden, die Durchführung von gemeinsamen wissenschaftlichen Veranstaltungen und Forschungen wurde zu einem wichtigen Teil der Bildungsstrategie des Lehrstuhls für Soziale Arbeit der Staatlichen Landesuniversität Moskau.

Das Programm des Besuchs in der Hochschule Emden-Leer beinhaltete folgende Veranstaltungen:

1) Das Praktikum der Lehrkräfte der Staatlichen Landesuniversität Moskau, in dem die Praktikanten mit der Tätigkeit der Fakultät für Soziale Arbeit der Hochschule, den Bildungsprogrammen, den Besonderheiten der Ausbildung der Sozialarbeiter in Deutschland sowie mit der wissenschaftlichen Tätigkeit der Dozenten und Studenten, die sich  auf die Entwicklung der Region Ostfriesien orientieren, wo sich die Hochschule Emden-Leer befindet, bekanntgemachten.

2) Das Arbeitstreffen der Forschungsgruppe des internationalen Projekts „Kinderschutzsystem in Deutschland und Russland“ (Projektleiter von der deutschen Seite-Dekan der Fakultät für Soziale Arbeit in Emden, Doktor, Professor Michael Herschelmann). Im Anschluss an die Ergebnisse des Treffens wurde die Entscheidung über die Forschung der deutschen und russischen Kinderschutzsysteme getroffen.

Das Problem der Gewalt gegen Kindern ist sowohl in Russland als auch in Deutschland äußerst relevant. Die Überwindung und Verhinderung von Gewalt gegen Kinder ist für Wissenschaftler und Spezialisten von Sozial- und Bildungsorganisationen die erste Aufgabe. Die vergleichende Analyse des Systems des Schutzes von Kindern gegen Gewalt und Missbrauch in der Familie ermöglicht wirksame Technologien festzustellen und einen wesentlichen Beitrag zur Reform der Arbeit von Experten von Bildungs-und Sozialorganisationen Russlands und Deutschlands zu leisten.

Der Initiator des Beschlusses des Vertrags über die Durchführung der Studie im Rahmen des Internationalen Projekts war der Lehrstuhl für Soziale Arbeit (Leiterin des Lehrstuhls – Dr. N. M Komarova). Wichtig ist das starke Interesse des Lehrstuhls für Sozialpsychologie, insbesondere Dr.habil. A. A. Nesterova.

Interkapitalkommunikationen entwickeln sich aktiv an der MGOU und schaffen breite Möglichkeiten für die interdisziplinäre Zusammenarbeit, insbesondere in der Frage der Betrachtung des Problems der Gewalt und der Misshandlung von Kindern in einer Familie in sozialen und psychologischen Theorie und Praxis.

In dieser Phase der Umsetzung des internationalen Projekts, dem die Arbeitsreise gewidmet wurde, fanden folgende Massnahmen statt:

1) Vortrag von Professorin des Lehrstuhls für Soziale Psychologie der MGOU, Dr. habil. A.A. Nesterova zum Thema: „Russische Erfahrung: soziale und psychologische Arbeit mit Kindern-Opfern von Missbrauch in Familien»;

Professorin des Lehrstuhls für Soziale Psychologie der MGOU, Dr. habil  A.A. Nesterova

 

2) Meisterklasse von Dozentin des Lehrstuhls für Soziale Arbeit der MGOU, Dr.  T. F. Suslova zum Thema: „Möglichkeiten der Peppentherapie in der Arbeit mit Kindern-Opfern von Gewalt und Missbrauch in der Familie».

                                                                                     Dozentin des Lehrstuhls für Soziale Arbeit der MGOU, Dr. Т.F. Suslova

 

Das Zentrum für Kinder-und Jugendarbeit in Aurich, das Zentrum für Kinderschutz in Marienhaf  wurde zu einer wichtigen und nützlichen Bekanntschaft mit den Aktivitäten des Jugenddienstes in Aurich, dem Kinderschutzzentrum IFI und dem Beratungszentrum in Oldenburg.

In der Stadt Aurich wurde eine besonders interessante Erfahrung der Abteilung des Jugenddienstes in der Arbeit mit den Eltern dargestellt. Diese Organisation bietet „ambulante Hilfe einer Familie“ (ungefähr 500 Familien bekommen solche Hilfe während eines Jahres) und „stationäre Hilfe“ auf der Grundlage von Waisenhäusern wie, zum Beispiel, von einem Waisenhaus des vorläufigen Wohnsitzes für Kinder bis 10 Jahre, die der häuslichen Gewalt ausgesetzt sind. Solche Waisenhäuser werden in Deutschland zum Schutz der Kinder vor der Grausamkeit der Eltern geschaffen, deren Dokumente für die Beraubung der elterlichen Rechte vorbereitet sind, aber noch im Gericht für die Rücksicht sind. In der Russischen sozialen Praxis fehlt diese Erfahrung.

Das Kinderschutzzentrum IFI (Initiative für Intensive Pädagogik) in Marienhaf wurde auf Initiative der Emden-Leer -Hochschule in den Jahren gegründet, wann die Kinderheime in Deutschland geschlossen wurden. Dort wohnen Kinder, deren Eltern die Erziehung der Kinder in der Familie entrechtet sind. Dieses Zentrum befindet sich auf dem Lande, dort leben nur 9 Kinder, mit den 5 Spezialisten arbeiten. Das Zentrum arbeitet mit der Schule und dem Kindergarten zusammen, die von den Schützlingen des Zentrums besucht werden.    Ausserdem ist das Zentrum ein Stützpunkt für Studenten der Hochschule Emden-Leer, wo sie verschiedene soziale Projekte entwickeln und realisieren: kulturelle, sportliche u.s.w. sowie Projekte über zur Arbeit mit dem Personal des Zentrums.

Das Kinderschutzzentrum IFI (Initiative für Intensive Pädagogik), Stadt Marienhaf

In Oldenburg machten sich unsere Dozenten mit der Arbeit von zwei Zentren bekannt : das Zentrum für Kinderschutz und das Beratungszentrum. Die Aktivitäten des Kinderschutzzentrums richten sich an die beratende Arbeit der Ehegatten, die sich in einer Scheidungssituation befinden. Das Hauptziel dieser Konsultationen ist es, den Eltern bei positiver Kommunikation mit Kindern zu helfen, die diese schwierige Situation erleben, sowie Rehabilitationsarbeit mit Kindern, die misshandelt und in der Familie missbraucht werden, durchzuführen. Die Tätigkeit eines anderen Beratungszentrum zielt darauf ab, mit den Mädchen und den Frauen zu arbeiten, die der sexuellen Gewalt unterzogen sind. Nach Ansicht von Wissenschaftlern und Praktikern ist die sexuelle Gewalt in Deutschland das schwerste Problem.

Kinderschutzzentrum, Stadt Oldenburg

Im Beratungszentrum, Stadt Oldenburg

 

Im Kinderschutzzentrum, Stadt Oldenburg

 

Derzeit ist das russische Team des Internationalen Projekts in der Zusammensetzung: Leiterin des Lehrstuhls für Soziale Arbeit, Dr. N. M. Komarova, Professorin des Lehrstuhls für Soziale Psychologie der MGOU, Dr. habil. A.A. Nesterova, Dozentin des Lehrstuhls für Soziale Arbeit der MGOU, Dr. Т.F. Suslova begannen mit der Durchführung des Arbeitsplans des Projekts. Es ist notwendig, das System des Schutzes von Kindern gegen Gewalt und Missbrauch in Russland, die Struktur der Berufstätigkeit von Experten zu analysieren.

Die wichtigsten Phasen der Forschung sind:

1) das Studium der Erfahrung von Fachleuten von Bildungs-und Sozialorganisationen mit konkreten Fällen der Gewalt über das Kind, seine Bewertung, Interpretation der Ergebnisse der empirischen Forschung, deren Hauptmethode die Methode der Vignetten ist, Formulierung der Schlussfolgerungen und Empfehlungen;

2) Durchführung einer vergleichenden Analyse des Systems des Schutzes von Kindern gegen Gewalt und Missbrauch in der Familie in Deutschland und Russland.

Die Ergebnisse der Durchführung des Internationalen Projektes „Das Kinderschutzsystem in Deutschland und Russland“ müssen auf der Konferenz des Lehrstuhls für Soziale Arbeit im Februar 2019 im Rahmen des IV. Internationalen Festivals der Wissenschaft der Staatlichen Landesuniversität Moskau dargestellt werden.