> Geschichte der SLM  
05.09.2010
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Die Geschichte unserer Universität

Die Staatliche Landesuniversität Moskau wurde aufgrund des pädagogischen Technikums im Großbereich Moskau gegründet. Dieses Technikum enstand 1923 aus zwei Lehranstalten: das zweite pädagogische Technikum Moskau (existend seit 1921) und das pädagogische Technikum Losinoostrowski. Im pädagogischen Technikum des Großbereichs Moskau werden die Lehrer für russische Sprache, Literatur und Mathematik in einer 7-jährigen Schulzeit ausgebildet. Eine echte Herausforderung für diese Lehranstalt waren die wachsenden Anforderungen an Erziehungskräften der Schulen aus dem Moskauer Großgebiet zu decken.

Das Präsidium des Vollzugskomitees des Moskauer Gebiets aus sowjetischen Arbeiter-, Bauern- und Rotarmistendeputierten vom 23. Mai 1931 und das Kollegium des Bildungsvolkskomitees der RSFSR vom 14. Juni 1931 trafen die Entscheidung, das Moskauer Gebietstechnikum zum industrie-pädagogischen Institut mit drei Abteilungen umzugestalten:

a) die gesellschaftlich-literarische Abteilung

b) die physikalisch-technische Abteilung und

c) die chemisch-technologische Abteilung.

Zu dieser Zeit gab es im Institut 12 Lehrstühle, die einige Dutzend wissenschaftliche Disziplinen vereinigten. Während der ersten Jahre wurde das Direktstudium in sechs Abteilungen gegliedert: russische Sprache und Literatur, Geschichte, Geografie, Physik, Chemie und Ökonomik.

Im Jahre 1932 wurde der Fernunterrcht in vier Abteilungen organisiert: russische Sprache und Literatur, Mathematik, Physik und Chemie. Die Abteilung des Fernunterrichts hatte dieselben Rechte wie die des Direktstudiums.

1933 und 1934 tritt das Institut an das Fakultätssystem über. Die Abteilungen wurden in Fakultäten umbenannt. Es bestanden sieben Fakultäten: Naturwissenschaften, Geografie, Geschichte, Literatur, Physik/Mathematik, Chemie und Ökonomik. Im Jahre 1935 wurde die Fakultät der Biologie organisiert.

Die Resolution ’’Über die Arbeit der Hochschulen und deren Leistung’’ des Zentralkomitees der WKP(b) und der sowjetischen Volkskommissare der UdSSR vom 23. Juni 1936 bestimmte die klare Perspektive und die konkreten Aufgaben für pädagogische Hochschulen. Zu dieser Zeit endeten die Entstehungsjahre und es begann die Periode der aktiven Entwicklung.

Im Jahre 1936 gab es im Institut fünf Fakultäten: die historische, die literarische, die geografische, die naturwissenschaftliche und die physikalisch-mathematische. 1939 wurde die Aspirantur eröffnet.

In den ersten Tagen des zweiten Weltkrieges traten die Professoren, Aspiranten, Studenten und Mitarbeiter des Instituts den Reihen der Roten Armee bei. Einige von ihnen starben dabei den Heldentod. In den ersten Monaten wurde das Institut aus Moskau versetzt und sein Hauptgebäude (Podsosensky, 20) wurde als Militärhospital genutzt. Am 15. Oktober 1941 wurde der Unterricht unterbrochen und am 23. Oktober begann die Evakuation des Instituts in die Stadt Malymsk in das Kirowgebiet. Anfang Oktober 1943 kehrte das Institut nach Moskau zurück.

Im Jahre 1945 nahm sich der sowjetische Volkskommissar der UdSSR den Beschluss über die Ausbildung künftiger Lehrer an. Es wurde die allgemeine 7-jährige Schulpflicht eingeführt. Die Zahl der Arbeiter- und Bauernschulen wurde größer, das Bedürfnis an Erzieherkräften mit hoher Qualifikation wuchs.

In den 40er und 50er Jahren wuchs auch die Zahl der Fakultäten und Lehrstühle und die Anzahl der Studenten, Professoren und Dozenten. Im September 1946 wurde die Fakultät für Fremdsprachen (Englisch, Französisch und Deutsch) eröffnet. In diesem Jahr entstand die Fakultät der Körperkultur. Seit 1947 besteht die Abteilung Logik und Psychologie der Fakultät der Literatur. 1935 und 1936 studierten 1.775 Studenten, in den Jahren 1940/41 bereits 4.392 und 1950/51 wuchs die Zahl auf 6.394 Studierende.

Das größte Ereignis war der Beschluss des Ministerrats der UdSSR vom 10.11.1957, er vergab dem Institut den Namen von N.K. Krupskaja. Im Jahre 1957 begann das Institut nach Anweisung des Bildungsministeriums eine umfassende Lehrerausbildung ganz besonderer Art. Diese Entscheidung sollte kleinen Dorfschulen zugute kommen, wo ein Lehrer gleich mehrere Fächer unterrichten sollte.

Von großer Bedeutung zur Entwicklung des Instituts und seinen unterschiedlichen Tätigkeitsfeldern hatten die Resolutionen des ZtK der KPdSS und des Ministerrats der UdSSR vom 10. November 1966: “Maßnahmen zur weiteren Verbesserung der Lehrarbeit allgemeinbildender Schulen“ und vom 3. September 1966 “Maßnahmen zur Verbesserung der Fachkräfteausbildung und weiteren Entwicklung von Leiterstellen in Hoch- und Mittelschulen“. Unter Berücksichtigung der Resolutionen wurde eine bemerkenswerte Arbeit zur Verbesserung von Ausbildung und Umschulung der Erzieherkräfte geleistet. Diese war auch mit der Übergangsperiode zur Mittelschulpflicht von Jugendlichen verbunden.

Bedeutende Änderungen im Institutsleben fanden während der Reform der Allgemeinbildenden Schule und der Berufsausbildung 1984 statt. Die Lehrer von Informationswissenschaften und Berechnertechnik wurden ausgebildet und neue Lehrstühle eröffnet: Unterrichtspraxis von Fremdsprachen, Maschinenlehre, Informatik und Berechnentechnik, Praxis des Werkunterrichts und wissenschaftliche Grundlagen für die Schulleitung. Am 25. Juni 1981 wurde das Moskauer pädagogische Landesinstitut N.K. Krupskaja mit dem Orden der Roten Arbeitsbannen für Achtungserfolge in der Erzieherausbildung ausgezeichnet. In den 80er Jahren verwandelte sich das Institut N.K. Krupskaja in eine der größten Anstalten zur Ausbildung von Lehrern. Die Leitung des Instituts, Professoren und Dozenten haben sich zum Ziel erhoben, Bildung, Wissenschaft und Produktion zu verzahnen.

Die Werke der Professoren und Dozenten wurden in der Leistungsschau der Volkswirtschaft UdSSR ausgestellt und ausgezeichnet. Die Ausstellungsstücke wurden mit goldenen Medaillen für die technischen Unterrichtsmittel ausgezeichnet. Den Werken des Chemielehrstuhls wurden eine silberne und eine bronzene Medaille und ein Diplom verliehen. Für die Ausarbeitung von Bildungsprogrammen für die elektronische Rechenmaschine wurde der Lehrstuhl der Informatik und der Berechnertechnik mit den Medaillen der Leistungsschau der Volkswirtschaft UdSSR ausgezeichnet.

Seit 1990 gibt es im Institut zehn Fakultäten: russische Sprache und Literatur, Fremdsprache, Geschichte, Physik und Mathematik, Chemie, Biologie/Chemie, Werkunterricht, Geografie/Biologie, Körperkultur und Vorbereitung. Es existieren 44 Lehrstühle, darunter 13 gesamtinstitutische: die Fakultät der Höherqualifizierung der Lehrer an Hochschulen; die Fakultät der Ausbildung und der Höherqualifizierung der Organisatoren aus der Volksbildung; die Lehrgänge der Höherqualifizierung der Lehrer der Aspirantur. Die Bibliothek umfasst über 700.000 Bände. Das Institut ist in fünf Gebäuden stationiert. Das Hauptgebäude (Radiostraße 10a) ist ein Baudenkmal: Im 18. und 19. Jahrhundert wurde hier der Gutshof von Demidow erbaut. 1825-1917 wurde in diesem Gebäude das Elisabethinstitut für Adelstöchter eingerichtet. 1990 wurde ein neues Gebäude in der Stadt Mytischi gebaut. Im Institut gibt es ein geschlossenes TV-System, automatische Fließbandhörsäle, ein Rechnungszentrum, Computerstudierzimmer, Zeichenbüros und Sprachlabors.

Die Sportsäle, Hörsaele, Leseräume und Bibliotheken stehen allen Studenten zur Verfügung. Es gibt Studentenheime, Speisehallen, Agrobiologiestationen und eine Krankenstation.

Zum 60-jährigen Jubiläum am 22. November 1991 wurde das Pädagogische Landesinstitut Moskau N.K. Krupskaja und die Pädagogische Universität Moskau neu organisiert.

 
2009, МГОУ